· 

Achtsam sein?

Achtsam sein:


Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.

Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.

Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.

Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.

Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.
(aus dem Talmud)
Das gilt auch heute. Auch wenn die allgemeine Unachtsamkeit nicht primär die Folge der vielen, individuellen Verantwortungslosigkeiten ist, sondern sie folgt einer Systemlogik.

Die Talmud-Empfehlungen reiben sich mit wesentlichen Systemerfordernissen.
Denn diese orientieren eher so:
- Wer zu lange überlegt, nervt.
- Wer seine Worte abwägt, füttert die Reflexion, aber behindert im Handeln die erforderliche Zupackmentalität und 

  Durchsetzungsfähigkeit.
- Gewohnheitsmäßige Handlungen sollen selbstverständlich bleiben, da sonst Zeit und mühsam errungene Sinnhaftigkeit ver-

   loren ginge.

- Wer Tiere/ Mitmenschen/ Dinge „über die Maßen“ achtsam behandelt, verstieße gegen die Systemlogik des notwendigen

   Produktivismus mit seinem Verschleiss- und „Innovationszwang“.
- Es werden weiterhin massenweise Charaktere gebraucht, die aus Gewohnheit handeln und nicht aus überdachter Einsicht.
- Diese Charaktere nehmen den gegenwärtigen Zustand dankbar und schicksalsergeben hin. Das wird gebraucht.