· 

Arbeit macht krank

Überlegungen eines Beraters
Tempo - Tempo
Sehr sehr viele Beschäftigte stöhnen heute über Leistungsdruck und Zeit-Stress. (Nur die sog. „Leistungsträger“ scheinen sich wohl zu fühlen, sie schüren zumeist noch die Hetze).
Zu Vieles muss zu schnell und simultan und auch oberflächlich erledigt werden: „Denn wir sind ja ein ambitionierter, kundenorientierter, erfolgreicher Betrieb mit Wachstumschancen“- meint , voran treibend, der Chef. Hinzu kommt die alltägliche Unsicherheit durch zeitraubende „Störungen“ am Arbeitsplatz sowie die Zukunftsunsicherheit durch die dauernde Flexibilitätsforderung. „Wer weiß, wo ich morgen bin?“
Solche Arbeit macht krank. Magen, Nerven, Rücken, das ganze Herz-Kreislauf-System schreien „Aufhören“!
Das Ergebnis sieht man an den um sich greifenden Erschöpfungszuständen sowie dem rapiden Anstieg von Depressionen. (Aus der aktuellen Presse: Psychische Störungen verursachen die meisten Kliniktage... Während die Zahl der Arbeitsunfälle zurückgeht, nimmt die der psychischen und Verhaltensstörungen drastisch zu. Ihr Anteil an den Ausfalltagen ist von 6,6 Prozent auf 10,5 Prozent angewachsen. Es wird geschätzt, dass allein die depressiven Verstimmungen bereits 2020 nach den Herzerkrankungen an zweiter Stelle stehen werden – wenn es so weiter geht.)