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Tempo - Tempo

 Sehr sehr viele arbeitende Menschen stöhnen heute über Leistungsdruck und Zeit-Stress – außer den „Leistungsträgern“ natürlich.

 

Zu vieles muss , zu oberflächlich zu schnell und simultan erledigt werden. „Denn wir sind ein erfolgreicher Betrieb mit Wachstumschancen“. Hinzu kommt die Unsicherheit durch Störungen bei der Arbeit sowie die Zukunftsunsicherheit durch eine dauernde Flexibilitäts- und Mobilitätsforderung. „Wer weiß, wo ich morgen bin?“ Solche Arbeit macht krank. Magen, Nerven, Rücken, das ganze Herz-Kreislauf-System schreien „Aufhören“, „So geht es nicht weiter“! Das Ergebnis sieht man an den um sich greifenden Erschöpfungszuständen sowie dem rapiden Anstieg von Depressionen (Spiegel 16.7.08:“ Psychische Störungen verursachen die meisten Kliniktage“.. Während die Zahl der Arbeitsunfälle zurückgeht, nimmt die der psychischen und Verhaltensstörungen drastisch zu. Ihr Anteil an den Ausfalltagen ist von 6,6 Prozent auf 10,5 Prozent angewachsen. Es wird geschätzt, dass allein die depressiven Verstimmungen bereits 2020 nach den Herzerkrankungen an zweiter Stelle stehen werden. (Berufsverb. Deut. Psychologen).