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Was Menschen brauchen

Gedankensplitter – bewusste, willkürliche Auszüge aus einem Interview mit Gerald Hüther (aus  Dez 2008, welt online )  http://www.welt.de/die-welt/ar...n-Freiheit.html
Seine besondere Biografie ermöglicht eine seltene Stimme -  im Chor der gefragten Hirnforscher.

...wieso Familien besser einen Ausflug auf die Müllhalde als in die Oper machen sollten...

Sie werden mich nicht verstehen, wenn Sie nicht fragen, woher ich komme.....

Im Leben von Kindern gibt es entscheidende Begegnungen...

Mich interessierte nie, wie die Dinge sind, sondern wie sie sich entfalten...

Wenn man dann entscheidet, in die FDJ zu gehen, um zu studieren, dann ist man eigentlich kein FDJler, sondern man ist ein Subjekt, das seine Ziele verfolgt. Das ist sehr selbstbewusst und authentisch. Von außen mag es scheinen,...

Wenn man sich mit korrupten Strukturen arrangiert, läuft man immer wieder Gefahr, aufgesaugt.....

.... dass Kinder sich manchmal nicht entfalten können. Bei den Eseln führt das tatsächlich dazu, dass der Stallesel ein kleineres Hirn hat...

Und wenn das Hirn Not leidet, dann entsteht Stress, das erzeugt Angst und unter diesen Bedingungen kann kein Kind sein Hirn vernünftig nutzen. Vielen Kindern bleibt nur die Möglichkeit, nach Ersatz zu suchen. Weil sie nicht bekommen, was sie brauchen, nehmen sie das, was sie kriegen können. Davon braucht man immer mehr, und so entstehen Gefühle, die überhaupt nicht angeboren sind, wie Gier, Neid, Missgunst. Eigentlich sind das gar keine Gefühle, sondern Haltungen. Hirntechnisch sind diese Menschen eng, sie können sich nicht öffnen.

Das Leben beginnt aus der Fülle. Und Leben ist intentional. Jedes Lebewesen will etwas.

Das Denken vom Fühlen abzutrennen, erfordert eine enorme Anstrengung. Wir sind in der Lage, Bedürfnisse abzuspalten, Erfahrungen ins Hinterstübchen zu verbannen. Bis man irgendwann kein authentischer Mensch mehr ist.

Heute betrachtet sich der Mensch selbst sogar als Ressource.

... , und man braucht Pädagogen, die Kinder ermutigen, die sie inspirieren, sie einladen, sich selbst zu entdecken.