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Wertschätzende Kommunikation - klar und direkt?

Heißt klar und direkt: ich sage dir mal, ganz offen, was ich von dir halte…?
Kann dabei die weiter bestehende Wertschätzung für den anderen ebenfalls vermittelt werden?
Ist die Wirkung anders, je nach dem, ob  der Klar-direkt-Sprecher Ich-Botschaften oder Du-Botschaften sendet? 
Wie sähen glaubwürdige (!)Ich-Botschaften aus, wenn er Kritik äußern will/muss?
Wieweit hilft die Unterscheidung von einerseits der Person(Wertschätzung) und andererseits deren Verhalten(Kritik)? Ist das überhaupt möglich?

Es gibt vier Unklarheiten oder Missverständnisse,  die es erschweren, Direktheit und Wertschätzung, beide zusammen zu kommunizieren?
An diesen vier Punkten müsste also angesetzt werden:
1. Was ist Aufrichtigkeit
Dem anderen endlich ungeschminkt meinen Eindruck mitteilen, was mit ihm nicht stimmt? Wo er/sie versagt hat? Das ist Mut zur Offenheit! Ist es auch aufrichtig?
Sollte das dennoch problematisch sein, was ist denn dann aufrichtig?

2. Wer ist wofür verantwortlich
Bin ich dafür verantwortlich, welche Gefühle der/die andere hat oder bekommt? Mein Tun und mein Reden, machen sie sein Gefühl ?
Oder wie könnte es noch richtig sein? Wer hat wie viel Verantwortung wofür?

3. Meine eigene Angst
Wie weit hemmt mich meine Angst, die Befürchtung, mit seinen negativen Reaktionen(Betroffenheit) nicht zurecht zu kommen.
Also die eigene Angst und Unsicherheit hemmt die Aufrichtigkeit, nicht der andere.
Wie schütze ich mich vor dieser Bremskraft im eigenen Gefühlsleben, vor der Verletzungs-„Angst“, dieser gern ausufernden Negativphantasie?

4. Die Maßlosigkeit
Das richtige Maßverhältnis und die richtige Balance zwischen Direktheit und Schonung, zwischen authentischem Ausdrucksvermögen und Mitgefühl erleichtern ein  Annehmen und Zuhören.