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Was wir lernen müssen....

das ist doch klar. Wir müssen lernen, Grenzen zu akzeptieren. Sie überhaupt mehr wahr zu nehmen und sie nicht in jedem Fall überschreiten zu wollen.
Viel geht kaputt, wenn wir denken, jenseits der „Grenze“ stände uns das Gebiet zur Eroberung auch zur Verfügung. Nein, jenseits der Grenze beginnt das Gastland, das ist nicht unser Territorium, dort beginnt das Andere.
Nicht jedem – und nicht jeder Strömung - steht die ganze Welt unbefragt zur Verfügung.
„Wir müssen“...? Wer ist wir?

Das ist der Teil der Menschheit, der bisher im Namen der Fortschritts, andere Kulturen und Regionen ungefragt eingemeindet, d.h. aufgesucht und mit seiner Lebensweise heimgesucht hat. Die jahrhundertelange Eroberungsmentalität hat wenige Alternativen und originale Eigenständigkeit auf der Welt bisher übrig gelassen.
Dieser Zerstörungsprozess muss aufhören. Die doktrinäre Grenzüberwindungsmanie ist letztlich tödlich.
Wir müssen lernen, mit Grenzen zu leben und ihren Schutzcharakter verteidigen. Wir müssen gar neue Grenzen errichten, denn Sie schützen Mensch, Kultur und Natur.