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Gelebtes Leben - gelebte Träume?

"Die "unmöglichen Pläne"
und die "nie getanenen Taten"
sind wirksamer
als "das was geschehen ist".
(V. v. Weizsäcker)
Was geschieht mit dem Erdachten, Ersehnten, aber  Ungelebten?
Was macht Ungelebtes (z.B. in Karriere, Alltag, Liebe/Sexualität)? Drängt es immer wieder nach vorn und „will“ berücksichtigt werden?
Dann stört es den anderen, den eingeschlagenen „bescheideneren“, aber  realistischen, Weg. Dann wurmt es letztlich, dass man diese offene Frage noch nicht beantwortet,  diesen Stachel noch nicht besiegt hat.
Also es stört, es ruft auf, es tritt als innerer Kritiker auf. Es schürt Eifersucht. Es verunsichert und schürt Zweifel am real eingeschlagenen Weg. Kann also ganz schön "wirkmächtig" sein.
Es kann jedoch auch

als ein positiver Stachel, ein Anstoß und eine Ermutigung  zu einer Wende – in schon fortgeschrittenem Alter - sein.
Dann  ist es wirklich wirksam, als Antrieb zur Umsetzung, während es voher nur als ewige Quelle für (Selbst-)Zweifel fungierte .
Aber dieser innere Konflikt muss nicht bei jedem so laufen, denke ich. Eine Auseinandersetzung wird zumeist jedoch  stattfinden: entweder „die Träume“  werden  „abschließend abgeschrieben“ oder sie werden in die nächste Lebensetappe - als Vertagtes -  mitgenommen.