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„Ich bin gescheitert!"

Dieser scheinbar klare, bekennende Satz ist nicht so sachlich-harmlos wie er daher kommt.

 

Er ist auch nicht so jammernd Mitleid heischend, wie er in anderem Zusammenhang erscheinen mag.

 

Was ist das Kriterium für Scheitern?

 

Heißt die Frage „Wer scheitert“ oder „Was scheitert“?

 

Und: woran, an welchen/wessen Erfolgserwartungen wird gescheitert?

 

 

 

Die wesentlichen Grundhaltungen scheiden sich an der Beantwortung der Frage:

 

Macht das Geschehene mich nun gescheiter oder lande ich deshalb auf dem Scheiter(n)haufen?

 


Warum ist es so weit gekommen, war es
- einfach mal wieder „in den Sand gesetzt“
- ein Missgeschick
- eine zerplatzte Illusion
- eine grundsätzliche Fehleinschätzung
- ein fataler, einzelner Fehler
- das Pech, was jetzt mich traf
- ein Misslingen, weil...
- eine schicksalhafte Fügung
- die Antwort auf meine „Sünden
- der falsche Ort und falsche Zeitpunkt
- ...
- eine beglückende Eröffnung einer neuen Lebensperspektive?

Dieser jeweils andere Blick auf

 

Entstehungsbedingungen, Verursacher und Selbstbeteiligung ordnet das Geschehen anders ein. Damit werden zugleich vollkommen andere „Lösungswege“ nahe gelegt.
Deshalb ist die treffende Wortwahl bei der Beschreibung des „Unglücks“ - und des vergangenen Geschehens allgemein - keine Lappalie, sondern wesentlich.