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Natur und Kunst

Wer in der Natur lebt – ohne tausend Vermittlungen - , mit der Natur lebt, von der Natur lebt, der macht keine Kunst. „Dorf“ befasst sich mit Natur (und Mythologien), „Stadt“ hat, in Ermangelung selbiger, die Kunst gefunden.
Die „mächtige“ Vielfalt und Sinnlichkeit der Natur, wie ihre  eigen-gestalterische Kraft („Unkraut“), fordern Mensch heraus, er muss sich mit der Passung von seiner scheinbaren, persönlich-„natürlichen“ Ordnungsvorstellung einerseits und der der Natur andererseits auseinandersetzen. Es geht dabei letztlich um Macht und Ohnmacht (gegen über dem Material). Es geht um Gestalten und/oder Sich-Einfügen. Die Frage lautet: Welches Gestaltungsprinzip setzt sich durch, wer setzt sich durch? (Vorausgesetzt Natur sei keine Kunst)
Künstler muss Wert darauf legen, dass sein kreativer Beitrag erkennbar bleibt.
Wer Kunst macht, meint, aus sich zu schöpfen. Er sucht Verstanden werden und Resonanz.(Sonst ist der Künstler mindestens „traurig“.) Es geht letztlich also um den Künstler. Es geht ihm um seinen Beitrag, seinen Selbstausdruck, seine Verortung. .
Wer in Natur lebt, hat das nicht nötig. Ist bescheidener und eh „mehr verbunden“.

Obige Kurz-Gedanken könnten/sollen Widerspruch erzeugen. Wie weit die ausgeführten Überlegungen z.B. – mehr oder weniger - auch für die Künstlerin gelten , habe ich hier nicht reflektiert. Könnte aber ergiebig sein.