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Unbändige Perfektion

- als Anspruch wie auch als Bedürfnis – wird gespeist durch drei Bereiche.

A Persönliche Werte, Normen, Leitsätze und Ansprüche
Sind sie zu hoch, zu rigoros und fordernd gegenüber sich selbst und der Welt, so erscheint PERFEKTIONISMUS irrtümlicherweise als gute, orientierende Haltung.

B. Selbstwahrnehmung und Selbstbild
Wer sich nicht genug spürt(a) oder nur „über-selbstkritisch-selektiv“ das eigene Agieren wahrnehmen kann(b), greift quasi notgedrungen zu gesteigerten Dosen von:
a) dem Doping-„Spürmittel“ PERFEKTION oder
b) dem 100%-„Defizitkiller“ PERFEKTION
um dadurch (Leid-) Milderung zu erreichen.

C Kompetenzen und Schwächen.
Wer hier unwissend und für sich unsicher ist, also mit nagendem (Selbst-) Zweifel rechnen muss, der muss es – sich und der Welt – beweisen, der strengt sich enorm an und versucht die allseits lauernden, eigenen Schwächen zu verstecken und abzubauen.
Das Bestehen auf PERFEKTION soll dabei absichern gegenüber Fehlern, Kritik und Entlarvung.

Alle drei Felder sollten in der Beratung kritisch betrachtet/bearbeitet werden, um die Destruktivität der PERFEKTION zu bändigen. Um sie auf ihr „gesundes“, d.h. gut lebbares,  Maß zu stutzen.