Zur Person und Philosophie

Einige Stationen des Werdegangs

Geb. 1949 / Kindheit u. Jugend auf Bauernhof / Abitur / 1968 Studium Politologie(Dipl.) / 1978 Postgrad.-Studium „Regionalwissenschaft“ / Tätigkeit als Regionalplaner / in der Erwachsenenbildung / bei Ölfirma / Arbeitslosigkeit / 1988 Gründung u. Führung von sozialem Projekt „Perspektive für Berufs- und Lebensgestaltung e.V.“ / Ausbildung Supervision (DGSv) / 1989 tätig als Karriereberater und 1995 Supervisor/Coach.(Mehr zur Geschichte, siehe hier)

 

Für Lesefreudige: 

Zum Selbstverständnis

Folgende Begriffe und Sichtweisen spielen in meiner beraterischen Arbeit mit Klienten und Teams eine Rolle, egal ob ausgesprochen oder nicht.

Empathie, Unterstützung

auf jeden Fall. Die Stärkung eines gesunden Zweifelns darf nicht zur (weiteren) Verunsicherung führen. Kritik und Zweifel haben dann erst einmal hinter Vertrauen, Zutrauen und Zuversicht zurück zu stehen. 

Ermutigung

auf jeden Fall. Der „Widerstand“ gegen diverse Zumutungen durch Verhältnisse und vermeintliches Schicksal ist mir zentral. Ein „Trotzdem“ möchte ich beleben.

Herausfordern, widersprechen

wenn falsche Harmonisierung m.E. (in Form von Bescheidenheit, Bagatellisierung, Friedensliebe, Schönreden, Wegschauen) die positive Entwicklung behindert.

Lösungsorientiert

wenn die Mühe der Ursachenklärung unternommen worden ist - nicht vorher.

Mitmachen, ins Handeln kommen

ja, unbedingt - aber dabei bitte nicht den (eigenen) Verstand abgeben. Nicht einfach nur bewusstlos und ungeduldig (mit-) tun.

Ressourcenorientiert

wenn es individuell angesagt ist - nicht modisch von vornherein.

Manchmal gilt: Nachdem die Begrenztheit der momentanen Möglichkeiten akzeptiert wurde, ist ein realistischer Ressourcenblick viel tragfähiger.

Systemisch

wenn dabei das „störende“ Individuelle nicht vergessen und funktionalisiert wird.

Zielorientiertheit

(nur) wenn dabei nicht der Blick für den (notwendigen!) Prozess – der „Heilung“, der Entscheidungsfindung, Klärung und des Lernens – vorschnell „abgekürzt“ wird.

Konflikt, Ambivalenz, Differenz

wenn Widerspruch (Abweichung, Streit, andere Sichtweise, Unverständnis, Fremdheit usf.) als positive Auseinandersetzung / „Zusammensetzung“ / Herausforderung empfunden werden kann, wenn dadurch also eine Stärkung der eigenen Position und nicht eine Schwächung erfolgt. Dann ist auch Interessendurchsetzung legitim und ein interessantes „Spiel“.

Gender

wenn Sie wollen. Für die Aufdeckung von geschlechtsspezifischen Rollenklischees im Arbeitsleben und die Stärkung einer „fortgeschrittenen, patriarchats-kritischen“ Männerperspektive bin ich jederzeit offen.

Zeitbewußtsein

als Leiden am Wachstums- und Tempozwang, als Sensibilisierung für „Überfahrenes“.

Das Tempo von Veränderungen hat die Würde und Selbstbestimmung der betroffenen Menschen (Lebewesen) zu achten und die Sinnhaftigkeit von gewachsenen Institutionen/Traditionen zu befragen - aber auch zu wahren.

Veränderung ist gut – (nur) wenn geklärt ist, wozu, wohin, für wen!

„Heimat“

als Suche nach Orten und sozial-materiellen Umständen, in denen „Identität“ entstehen und gefestigt werden kann (nicht aufgelöst), wo also Geborgenheit und Zutrauen selbstverständlich sind und gedeihen können.

Werte/Normen

geben Orientierung. Werte(-bewusstsein) und Werten (nicht zuerst Abwerten) - um unterscheiden zu können - möchte ich fördern, da es der (persönlichen) Orientierung dient. Falsche „Neutralität“ unterstützt dagegen Beliebigkeit oder verschleiert nur – mag sie auch gut gemeint sein.

Zu meinem methodisch-„philosophischen“ Hintergrund

Themenzentrierte Interaktion – Transaktionsanalyse – Logotherapie (V. Frankl) – Individualpsychologie (Alfred Adler). 

Eine systemische, überindividuelle Perspektive ergibt sich „logisch“ aus dem Hintergrund meiner Erstausbildung als Politologe, ein dialogisch non-direktives Vorgehen in der Beratung wohl auch. 

 

Meine Angebote beziehen sich auf die Arbeitssituation (Supervision/Coaching), die Lebenssituation(Lebensberatung) und zweitens - sozusagen als höhere Draufsicht - auf die berufliche „Karriere“ (Laufbahn-Coaching, Beratung für Selbständige) sowie den Lebensweg insgesamt (Biografieberatung).

Diese Bereiche gilt es einerseits zu unterscheiden, um fokussieren zu können, aber andererseits darf und kann m.E. die Ganzheitlichkeit Ihrer Situation auch nicht künstlich auseinandergerissen und „abgetrennt“ werden.